Extrem

In Sachsen-Anhalt haben gut 500 000 Wählerinnen und Wähler die rechtsextreme Partei gewählt, das waren knapp die Hälfte der abgegebenen Stimmen. Das ist schlimm.

Zuvor wurde in einem offen kommunizierten sogenannten „Regierungsprogramm“ dargelegt, was beabsichtigt wäre, wenn man regieren dürfte: Einschnitte im Bildungswesen und in der Kultur, bei den Sozialleistungen und bei Menschen mit Behinderungen. Ein Law-and-order-Verständnis von Justiz und Polizei. Migration wird unter den Generalverdacht der Kriminalität gestellt und einem international verflochtenen Deutschland wird eine Absage erteilt. Der russische Angriff auf die Ukraine wurde bagatellisiert und ihre Unterstützung als Kriegstreiberei denunziert. Klimaschutz? Fehlanzeige! Der Einsatz für Frieden und Wohlstand sieht anders aus.

Die Wahlergebnisse sind bedrückend, aber sie bleiben eine Teilwahrheit. Denn der Marsch ins Kanzleramt ist den Verfassungsfeinden noch nicht gelungen – und die Zeit vor den Wahlen hat viel Gespür für die Menschlichkeit in unserem Land offenbart. Diese Versuche, den rechtsextremen Wahlerfolg einzudämmen, haben gezeigt: Demokratie ist ein Gemeinschaftsprojekt, und es wird nicht nur am rechten Rand entschieden, wie wir miteinander leben wollen. Deshalb freue ich mich auf die nächsten Begegnungen in Schwalm-Eder.

Wir leben inmitten gesellschaftlicher Dialogorte und gestalten sie –  nicht extrem, aber recht gut, wie ich finde!

Ihr Dierk Glitzenhirn

 

03.09.2026

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