Sonntag, den 08.11.2015, 10:00 Uhr

Literaturgottesdienst Fritzlar

Eine Auseinandersetzung mit dem existenzphilosophischen amerikanischen Autor Irwin D. Yalom, der von sich sagt: »Ich habe – als ein Mensch, der selbst in nicht allzu ferner Zukunft sterben wird, und als Psychiater, der Jahrzehnte damit verbracht hat, sich mit der Todesfurcht zu befassen – das deutliche Gefühl, dass uns die Konfrontation mit dem Tod erlaubt, statt eine giftige Büchse der Pandora zu öffnen, das Leben in reicherer, mitfühlenderer Form wieder aufzunehmen.«

Wie geht der christliche Glaube mit der Auferstehungshoffnung um: jenseits von billiger Vertröstung einerseits und der Endgültigkeit des irdischen Lebens andererseits? Was ist unser einziger Trost im Leben und im Sterben (Hessischer Katechismus)? Im Dialog mit Irwins Buch soll das zur Sprache kommen.

Referentin:

Dekan Dr. Helmut Umbach und das Team der Evangelischen Frauenhilfe Fritzlar

Ort:Evangelische Stadtkirche, Gießener Str., 34560 Fritzlar


In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Fritzlar

Donnerstag, den 05.11.2015, 19:30 Uhr

Wollschwein, Wurstglück, Wohlbehagen

Was Sie schon immer über Ahle Wurscht wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten!? Ein Porträt mit praktischen Übungen

Für die Region Nordhessen gilt: »Ahle Wurscht« ist in (fast) aller Munde. Intensive Reflexion ist dem Genuss abträglich; doch lohnt es sich durchaus, einige Gedanken auf die »Ahle Wurscht« zu verwenden: Wo liegt ihre Heimat und wo deren Grenzen? Gibt es bei der Herstellung der »Ahlen Wurscht« nur einen Königsweg oder viele Wege zu einem guten Produkt. Gibt es bestimmte Vorlieben bei den Konsumenten, was sind ideale Begleiter zu einem vollkommenen Wurstglück? »Ahle Wurscht« ist ein eher konservatives Produkt: Sollte es dennoch Innovationen und Entwicklungen, etwa eine »Ahle Wurscht 2.0« geben?

Referentin:

Karl Waldeck, Direktor der Evangelischen Akademie Hofgeismar, gebürtiger Nordhesse und bekennender Freund der »Ahlen Wurscht«, geht diesen und anderen Fragen nach.

Ort:Kulturhaus Synagoge, Hintergasse 23, 34281 Gudensberg
Verantwortlich:

Musik: Jochen Faulhammer (Bariton und Klavier) zeigt auf künstlerische Weise, dass »die Ahle Wurscht auch klingt«.

Zum Vortrag gehören Verkostungen aus der Region.

Kosten:

Unkostenbeitrag: 5,00 €



In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Hofgeismar und der Stadt Gudensberg

Sonntag, den 01.11.2015, 18:00 Uhr

Dietrich Bonhoeffer: Glaube – Liebe – Widerstand – Zivilcourage

Am 9. April 2015 jährte sich zum 70. Mal das Todesjahr Dietrich Bonhoeffers. Bonhoeffers christliche Überzeugung hat ihm das Rückgrat für Widerstand und Zivilcourage in der Zeit des Dritten Reiches gegeben. Er bleibt als Glaubensvorbild und mit seinen theologischen Überzeugungen gleichermaßen inspirierend wie herausfordernd für Menschen, die heute ihrem Glauben ein Gesicht geben. Im Rahmen des Reformationsempfangs des Evangelischen Kirchenkreises Melsungen führt die Schlossakademie Otto-Maria Hermann und das Europäische Theaterstudio e. V. Berlin/Brandenburg das eindrückliche Theaterstück in der Evangelischen Stadtkirche Melsungen auf: »Dietrich Bonhoeffer: Glaube – Liebe – Widerstand – Zivilcourage«. Im Rahmen des Reformationsempfangs wird zudem der Innovationspreis des Kirchenkreises »Das Goldene Senfkorn« verliehen. Er würdigt Ideen und Projekte, die in den Kirchengemeinden neue Begegnungen von Menschen mit dem Evangelium ermöglichen.

Ensemble: Schlossakademie Otto-Maria Hermann und das Europäische Theaterstudio e. V. Berlin/Brandenburg

Ort:Evangelische Stadtkirche Melsungen, Kirchstraße, 34212 Melsungen


In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Kirchenkreis Melsungen

Montag, den 19.10.2015, 15:00 Uhr

Räume der Stille – Orte der Spiritualität Ökumenische Meditationstage im Kloster Bursfelde

Im herbstlichen Bursfelde an der Weser wollen wir meditieren und in der Heiligen Schrift lesen. Für die Kirche ist es immer wieder wichtig, sich auf ihre Gründungsgeschichten zu beziehen. Diesmal sollen Texte aus der Offenbarung des Johannes gelesen und meditiert werden.

Leitung:
Dekan Dr. Helmut Umbach und Dechant Jörg-Stefan Schütz (Fritzlar)

Tagungsbeginn und -ende:
jeweils um 15.00 Uhr

Abfahrt:
14.00 Uhr, Dekanat Fritzlar, Domplatz 10 (Fahrgemeinschaften)

Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Kosten:

ca. 135 € (inkl. zwei Übernachtungen und Vollverpflegung)

Anmledung:

bis zum 18.09.2015 verbindlich im Dekanat, Domplatz 10, 34560 Fritzlar (05622 1625).



In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Fritzlar, dem Evangelischen Kirchenkreis Fritzlar-Homberg und dem Katholischen Dekanat Schwalm-Eder

Donnerstag, den 08.10.2015, 19:00 Uhr

»Angekommen« Das Treysaer Ehepaar Gömpel berichtet über das Schicksal der sudetendeutschen Flüchtlinge im Schwalm-Eder-Kreis

Die Arbeit der Eheleute Marlene und Horst W. Gömpel schließt eine Lücke in den amtlichen Dokumentationen und rückt die dramatischen Umstände der Nachkriegs-Vertreibungen ins Licht der Öffentlichkeit. Die Altkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain hatten bereits im Krieg vielen Menschen Zuflucht geboten. Von Februar 1946 bis Oktober 1946 kamen mit 16 Güterzügen jeweils 1200 Menschen in den Schwalm-Eder-Kreis, insgesamt 19.297 Namen wurden registriert. 3.607 Menschen wurden vom Melsunger Bahnhof auf die Städte und Dörfer verteilt, 5.998 von Wabern aus in den Fritzlarer Bereich und für die übrigen nahezu 10.000 Menschen war Treysa Zielbahnhof. Die Autoren haben in mehrjähriger Arbeit und Reisetätigkeit über 100 Zeitzeugen aufgesucht, nach ihren Lebensschicksalen befragt und ihre Antworten gesammelt. Seit dem Frühjahr 2014 liegen diese zusammen mit zahlreichen Dokumenten zur Zeitgeschichte in einem Buch dokumentiert vor. Marlene und Horst W. Gömpel geben einen Einblick in das Leben der sudetendeutschen Flüchtlinge im heutigen Schwalm-Eder-Kreis und ihre Geschichte.

Referentin:

Marlene und Horst W. Gömpel (Schwalmstadt-Treysa)

Ort:Stiftssaal der Katholischen Kirchengemeinde Fritzlar (»Alte Waage«), Domplatz 30, 34560 Fritzlar


In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Fritzlar und dem Evangelischen Kirchenkreis Fritzlar-Homberg

Dienstag, den 06.10.2015, 19:30 Uhr

Religion und Gewalt, Teil II

Christliche Gemeinden, Muslime aus der Region und Vertreter des öffentlichen Lebens diskutieren miteinander

Podium:
o Dekan Prof. Dr. Helmut Umbach, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Fritzlar und Umgebung
o Pfarrer Holger Degen, Selbstständig Evangelisch-Lutherische Kirche Berge-Unshausen, Stellv. Vorsitzender der ACK Fritzlar und Umgebung
o Gemeindevorsteher Recep Akdag, Türkisch-Islamische Gemeinde Borken
o Bürgermeister Bernd Heßler, Borken

Referentin:

Pfarrer Dierk Glitzenhirn, Evangelisches Forum Schwalm-Eder

Ort:Türkisch-Islamische Gemeinde zu Borken und Umgebung e. V., Arnsbacher Str. 16A, 34582 Borken


In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Fritzlar und Umgebung (ACK) und der Türkisch-Islamische Gemeinde zu Borken und Umgebung e. V.

Dienstag, den 15.09.2015, 19:30 Uhr

Religion und Gewalt, Teil I

Christliche Gemeinden, Muslime aus der Region und Vertreter des öffentlichen Lebens diskutieren miteinander

Podium:
o Dekan Prof. Dr. Helmut Umbach, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Fritzlar und Umgebung
o Dechant Jörg-Stefan Schütz, Katholisches Dekanat Schwalm-Eder
o Pastor Michael Klippert, Freie Evangelische Gemeinde Gudensberg-Fritzlar-Werkel
o Gemeindevorsteher Recep Akdag, Türkisch-Islamische Gemeinde Borken
o Bürgermeister Hartmut Spogat, Fritzlar

Referentin:

Pfarrer Dierk Glitzenhirn, Evangelisches Forum Schwalm-Eder

Ort:»Haus an der Eder« (Soldatenheim), Waberner Str. 7, 34560 Fritzlar


In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Fritzlar und Umgebung (ACK) und der Türkisch-Islamische Gemeinde zu Borken und Umgebung e. V.

Donnerstag, den 10.09.2015, 19:00 Uhr

Macht und Ohnmacht der Bilder und das Bilderverbot des Alten Testamentes Ein Vortrag zum Themenjahr der Reformationsdekade der Evangelischen Kirche in Deutschland »Reformation – Bibel und Bild«

Der theologische Blick auf Christus als das Abbild Gottes und das Verständnis vom Menschen als Ebenbild Gottes relativieren alle konkreten Bilder, die Menschen sich vom Leben machen. Auf der anderen Seite benötigen Menschen Bilder in der Sprache und im gegenständlichen Ausdruck, auch um die Rede von Gottes Gegenwart zum Ausdruck zu bringen. Angesichts der digitalen Bilderwelten und einer beständigen Dokumentation und Veröffentlichung individuellen Lebens stellt sich die Frage, ob heute nicht die Menschlichkeit durch diese Bilderflut gefährdet wird. 

Referentin:

Dr. h.c. Andreas Mertin, Publizist, Ausstellungskurator und Medienpädagoge (Hagen)

Ort:Melanchthon-Schule Steinatal, Päckelmann-Saal im Steinahaus, Steinatal 1, 34628 Willingshausen-Steinatal



In Zusammenarbeit mit der Melanchthon-Schule Steinatal

Dienstag, den 08.09.2015, 19:30 Uhr

Die Ruhe bewahren Das unersetzbare Gut des freien Sonntags

Nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht der Sonntag unter gesetzlichem Schutz (Artikel 140). Dieser wird u.a. begründet mit der schon in der Weimarer Reichsverfassung vorfindlichen Position: »Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt.« Seine Bedeutung hat der Sonntag damit als gesetzlich geschützter Tag der Ruhe für alle in der Gesellschaft, für Familie und Freunde, zur Selbstbesinnung und für den Gottesdienst. Aber der (arbeits-)freie Sonntag steht mehr und mehr unter Druck: Er muss sich behaupten gegenüber der wirtschaftlichen Perspektive, letztlich nur eine ungenutzte Zeitressource zu sein.

Referentin:

Dipl.-Soz.Ök. Martina Spohr, Allianz für den freien Sonntag (Kassel)

Ort:Martin-Luther-Haus, Domplatz 18, 34560 Fritzlar


In Zusammenarbeit mit dem Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Dienstag, den 30.06.2015, 19:00 Uhr

Sterben auf Jüdisch Begleitung und Trost im Sterben in der jüdischen Religion

Sterben gehört zum Leben – dementsprechend sind in der jüdischen Tradition die Rituale um den Tod auf das Leben hin ausgerichtet. Das Begräbnis richtet sich an die Lebenden, die vom Geliebten Abschied nehmen müssen, ebenso wie an den Toten auf seinem Weg in das »Bündel des Lebens«. Vor dieser Betonung des Lebens her sind sowohl das traditionelle liturgische Gedenken der Toten (»Jiskor«) als auch heutige rabbinische Debatten (z. B. über »Sterbehilfe«) zu verstehen.

Referentin:

Dr. Elisa Klapheck, Rabbinerin (Frankfurt am Main)

Ort:Rathaus Felsberg, Bürgersaal, Vernouillet-Allee 1, 34587 Felsberg


In Zusammenarbeit mit der Liberalen Jüdischen Gemeinde Emet weSchalom, dem Verein zur Rettung der Synagoge Felsberg e. V., dem Diakonischen Werk im Schwalm-Eder-Kreis und dem Trauer- und Hospiznetzwerk Schwalm-Eder e. V.