Donnerstag, den 05.03.2020, 19:00 Uhr

Dr. Max Czollek (Berlin): „Desintegriert euch!“

Die Streitschrift von Max Czollek „Desintegriert euch!“ kritisiert eine Gesellschaft, in der in festen Rollen einerseits aufgeklärt gestritten wird, anderseits eine völkische Partei erfolgreich ist, als „Integrationstheater“. Wütend stellt der Politologe und Dichter die Vision einer allein gültigen Leitkultur in Frage. Der Denkanstoss des Politologen gilt als „ein wildes Zeugnis der jüdischen Szene“ (Hanser Verlag).

 

Max Czollek

Max Czollek wurde 1987 in Berlin geboren, wo er bis heute lebt. Bis 2006 besuchte er die Jüdische (Ober-)Schule Berlin und schloss ein Studium der Politikwissenschaften an der FU Berlin an, das er mit einer Promotion am Zentrum für Antisemitismusforschung beendete. Mit Sasha Marianna Salzmann kuratierte er 2016 die Veranstaltung »Desintegration. Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen«. Seit 2009 ist er Mitglied des Lyrikkollektivs G13, organisiert gemeinsame Lesetouren und Veröffentlichungen und ist Kurator des internationalen Lyrikprojekts »Babelsprech«. Außerdem ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart. Im Verlagshaus Berlin erschienen bislang die Gedichtbände Druckkammern (2012), Jubeljahre (2015) und Grenzwerte (2019), bei Hanser 2018 Desintegriert euch!

 

 

 

Ort:Synagoge Felsberg, Ritterstr. 3, 34587 Felsberg
Kosten:

Der Eintritt ist frei.



In Zusammenarbeit mit dem Synagogue Center Felsberg / Verein zur Rettung der Synagoge Felsberg und der Liberalen Jüdischen Gemeinde Emetweshalom

Dienstag, den 03.03.2020, 19:30 Uhr

Ernst Klein (Volkmarsen): „Kindertransporte“

In der Zeit vom 1. bis 15. März 2020 ist die Ausstellung "Lebenslinien" zur Erinnerung an die Rettung jüdischer Kinder vor 80 Jahren im Evangelischen Gemeindehaus in Züschen zu sehen. Am 3.3., um 19.30 Uhr,  wird sie mit einem Vortrag zum Thema „Kindertransporte“ von Ernst Klein, dem ehemaligen Vorsitzenden vom „Arbeitskreis Rückblende – gegen das Vergessen e.V.“, offiziell eröffnet werden.

Die Ausstellung in Züschen ist eine Kooperation der Kirchengemeinde Züschen und der Ursulinenschule in Fritzlar mit dem Evangelischen Forum Schwalm-Eder und steht im Rahmen eines Gesamtprojekts mit anderen Schulen im Schwalm-Eder-Kreis (siehe auch: www.forum-schwalm-eder.de). Sie umfasst 14 Rollups.

Für das aktuelle Projekt hat die Lehrerin Stephanie Trieschmann mit einer 9. Klasse der Ursulinenschule Fritzlar zwei neue Rollups für die Schülerin Anneliese Katz, deren Großeltern einst in Züschen lebten, erarbeitet. In ihrer Kindheit ist Anneliese dort oft zu Besuch gewesen, ihre Familie wurde dann in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet. Das Mädchen wurde im Rahmen eines sogenannten „Kindertransports“ gerettet, es überlebte und wurde später als Schriftstellerin Anne Ranasinghe in Sri Lanka weltberühmt.

 

 

Ort:Evangelisches Gemeindehaus Züschen, Obertor 14, 34560 Fritzlar-Züschen


Die Öffnungszeiten können erfragt werden bei: Pfarrerin Ira Waterkamp, Tel.: 05622/ 42 20 oder per mail: pfarramt.zueschen@ekkw.de

 

Sonntag, den 01.03.2020, 10:00 Uhr

Wanderausstellung "Lebenslinien" - 80 Jahre Kindertransporte zur Rettung jüdischer Kinder - vom 7.3.-15.3.2020 täglich geöffnet, von 17.00-20.00 Uhr

1983 kehrte Anna Ranasinghe, geb. Katz, zum ersten Mal nach ihrer Flucht im Jahr 1939 nach Essen zurück und besuchte auch Züschen, den Heimatort ihres Vaters. Ein Fernsehteam begleitete sie dabei. Dabei entstand die Dokumentation „Heimsuchung“. Aus Züschen kannten sie manche noch. Ein Dorfbewohner fragte sie, ob sie zurückgekommen wäre, um sich zu rächen. Da meinte sie, sie wollte sich nur Züschen anschauen. Sie war erstaunt, dass das Haus ihrer Großeltern von außen unverändert aussah, so als habe sie Züschen gerade erst verlassen.

Die Ausstellung in Züschen informiert über das Schicksal des geflüchteten Mädchens und den späteren Lebenslauf als bekannte Schriftstellerin in Sri Lanka.

Ort:Evangelisches Gemeindehaus Züschen, Obertor 14, 34560 Fritzlar-Züschen
Kosten:

Eintritt frei.



Vom 1.-6.3.2020 geöffnet zu allen Veranstaltungen der Gemeindewoche.

Vom 7.3.-15.3.2020 täglich geöffnet, von 17.00-20.00 Uhr.

Infos: 05622/ 42 20 (Evangelisches Pfarramt) - die Verabredung von Gruppenführungen außerhalb der Öffnungszeiten ist möglich.

Freitag, den 07.02.2020, 17:00 Uhr

Gartenmesse: Insektenfreundliche Gärten

Referentin: Meike Bonsa (Stadt Kirchhain)

17.00 Uhr           „Kirchhain blüht“ - Biodiversitätsstrategie einer Kommune

Referent: Bruno Lörke (Hessische Gartenakademie Kassel),

18.00 Uhr           Insektenfreundliche Pflanzen für mehr biologische Vielfalt im Garten

(Pflanzenauswahl, Stauden und Gehölze)

19.00 Uhr           Pflege und Erhaltung mit der Natur und nicht gegen sie

(mehrjährige Blumen, Bienenhotels)

Zusätzlich: Verschiedene Informationsstände sowie Fotoausstellung des Schwälmer Fotografen Lutz Klapp (Ziegenhain)

 

In Zusammenarbeit mit dem BUND, dem NABU und der Stadt Homberg (Efze)

Ort:Stadthalle Homberg, Ziegenhainer Str. 19 A, 34576 Homberg (Efze)
Kosten:

Der Eintritt ist frei.

Freitag, den 10.01.2020, 19:00 Uhr

Talk mit Dr. Gregor Gysi über Gott und die Welt

Bei der neuen Reihe "Gott und die Welt" geht es darum, in den Fragen der Politikgestaltung die persönliche Seite hörbar und verstehbar werden zu lassen.
Teils Bühnengespräch, teils Gespräch mit dem Publikum - Politik als Herzensanliegen in der Diskussion.

Ort:Bürgersaal Gudensberg im Rathaus, Kasseler Str. 2, 34281 Gudensberg
Kosten:

Der Eintritt ist frei

Anmledung:

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mittwoch, den 04.12.2019, 07:10 Uhr

Bezahlbarer Wohnraum für alle Menschen im Schwalm-Eder-Kreis

Der Landkreis Schwalm-Eder hat auf das Urteil des Bundessozialgerichts vom 31.01.2019 reagiert, aus dem zu folgern war, dass Wohngeldzahlungen teilweise erheblich zu niedrig ausfielen. Weil der Landkreis somit zurzeit über kein schlüssiges Konzept zur Erstattung der Kosten der Unterkunft verfügt, wird nun übergangsweise ein Wert nach „Wohngeldtabelle plus 10 Prozent“ anerkannt. Ein neues Konzept ist zu entwickeln.

Die aktuelle Lage und die Entwicklungsperspektiven sollen dabei zur Sprache kommen. Mit Vertretern der Betroffenen, der Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werkes, des Jobcenters und der Immobilienwirtschaft wird über die Kriterien der sogenannten "Kosten der Unterkunft" und den im Landkreis vorhandenen Wohnraum gesprochen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des AWO Ortsvereins Schwalmstadt, des Diakonischen Werkes Schwalm-Eder und des Evangelischen Forums Schwalm-Eder. Sich richtet sich ausdrücklich an Empfänger von Arbeitslosengeld II und Grundsicherung sowie Interessierte.

 

Bildnachweis: https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Verhandlungen/DE/2019/2019_01_30_B_14_AS_41_18_R.html (Abruf: 19.11.2019, 23.00 Uhr)

Kosten:

Der Eintritt ist frei (mit kostenlosem Frühstück).

Freitag, den 25.10.2019, 09:00 Uhr

Die Zukunft der Pflege liegt im Quartier - Was Familie, Nachbarschaft, Kommune und Profis dazu beitragen können

Der demographische Wandel verändert die Gesellschaft. Er ist mit einer längeren Lebenserwartung und ihren Chancen verbunden, aber auch mit einer wachsenden Anzahl von Pflegebedürftigen. Schon jetzt benötigen immer mehr Menschen Unterstützung und Begleitung im Alltag. Und Experten prognostizieren: Die Versorgungslücke in der Pflege wächst. Das wirkt sich vor Ort aus: zu Hause, in der Kommune, der Kirchengemeinde, im Gemeinwesen. Wie sieht die Zukunft der Pflege aus? Was brauchen pflegende Angehörige? Wie können Pflegeeinrichtungen lebendige Orte der Begegnung werden?

Referentin:

Hauptvortrag: Dr. hc. Jürgen Gohde (Kassel)

 

Referentinnen und Referenten der Arbeitsgruppen:

Kirsten Dittmann (Quartiermanagerin, Kassel-Forstfeld)

Ernst Boltner (Krafts Hof, Marburg-Sterzhausen)

Heike Scheutzel und Dietrich Hering (FÄN-Projekt, Kassel-Niederzwehren)

Sigried Giesen (Pflegeheim des Vereins praktischer Lebenshilfe, Malsfeld-Beiseförth)

Martina Dörrbecker (Quartiermanagerin Altenhilfe Treysa) und Doris Schäfer (Vorsitzende Altenhilfe Treysa)

 

Der Veranstaltungsflyer mit dem Programmverlauf kann hier heruntergeladen werden:

www.hephata.de/wir-ueber-uns/forum-diakonische-kirche.php

Ort:Hephata, Kirchsaal, 34613 Schwalmstadt-Treysa
Kosten:

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmledung:

Zur Erleichterung der Planung bitten wir um Anmeldung: bis zum 27.09.2019. - Die kurzfristige Teilnahme ohne Anmeldung ist aber möglich.

Auf der genannten Hephata-Homepage ist eine Online-Anmeldung möglich.



 

 

Donnerstag, den 17.10.2019, 19:30 Uhr

100 Jahre Bauhaus, Teil 1: Die Künstler und ihre Werkstätten

Das Bauhaus mit seinen unterschiedlichen Leitern und Künstlern umfasste die kühne Idee einer ganzheitlichen Ausbildung von „Handwerk und Kunst“, entwickelte den „Sozialen Wohnungsbau“ und strahlte weit über Deutschland hinaus, vor allem mit seinen Bauten.

Es hatte eindeutig emanzipatorische Tendenzen, brachte jedoch nicht die (angedichtete) Befreiung der Frau. Ohne den I. Weltkrieg, dieser einzigartigen Katastrophe mit Millionen von Toten und bis dahin unvorstellbaren Umbrüchen, wäre die Idee des „Bauhaus“ nicht zu denken gewesen. Ein neuer Mensch, mit allen Sinnen begabt, geführt und geschult von „modernen Künstlern und Architekten sollte in einer modernen Zeit ein „Modernes NeuesJahrhundert“ erfinden. Schon 1933 war Schluss mit „der zivilen, facettenreichen Ästhetisierung“.

Referentin:

Konrad Nachtwey M.A. (Kassel)

Ort:Franz-von-Roques-Haus, Töpferweg 19, 34613 Schwalmstadt-Treysa


Der Eintritt ist frei.

 

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Franz von Roques in Schwalmstadt.

Montag, den 12.08.2019, 09:00 Uhr

Ab sofort ausleihbare Wanderausstellung! - Vor 80 Jahren: „Kindertransporte“ zur Rettung jüdischer Kinder

Auch aus der Region Schwalm-Eder wurden vor 80 Jahren jüdische Kinder gerettet. Ihre Eltern schickten sie nach England - Schmach und Leid in Deutschland und den eigenen sicheren Tod vor Augen.

Mit der Steinwaldschule Neukirchen, der Melanchthonschule aus Willingshausen-Steinatal und dem Schwalmgymnasium Treysa hatte sich das Evangelische Forum Schwalm-Eder zu einer Partnerschaft verbunden, um eine Gedenkausstellung zu realisieren, initiiert und wissenschaftlich begleitet von dem Pädagogen Jürgen Junker als Ausstellungskurator.

Die Jugendlichen und die verantwortlichen Lehrerinnen recherchierten die historischen Stoffe und Biografien von fünf Kinden: Doris Mathias und Jack Spier (Treysa), Ernst Meier und Walter Spier (Neukirchen). Bei Hannelore Schön (Treysa) wird an ihre Ermordung nach der Verhaftung in den Niederlanden erinnert.

Die Partnerschulen waren kreativ in der Gestaltung eigener Veranstaltungen und offen für die Begegnung mit den Angehörigen der Überlebenden, die aus diesem Anlass zu Besuchen kamen. Der Kirchenkreis Ziegenhain, der Stadtgeschichtliche Arbeitskreis in Schwalmstadt und die Stadt Schwalmstadt haben das Projekt aktiv und mit eigenen Mitteln unterstützt.

 

Ort:Schwalm-Eder-Kreis


Die Wanderausstellung wurde im Juni 2019 zum ersten Mal in der Stadtkirche Treysa gezeigt, sie kann im Laufe des Jahres ausgeliehen werden.

Die Konditionen:

  • Die zwölf Rollups der Ausstellung können von Kommunen, Schulen, Kirchengemeinden und anderen Gestaltern des öffentlichen Raumes kostenfrei ausgeliehen werden.
  • Die Ausleihe wird im Regelfall für einen Zeitraum von zwei Wochen an einem Standort angestrebt.
  • Das Material ist nicht feuchtigkeitsempfindlich und für Foyersituationen gut geeignet.
  • Eine formlose Kontaktaufnahme genügt. Die Terminierung ist Verabredungssache, ebenso die Übergabe.
  • Falls eine Veranstaltung dazu geplant ist oder werden soll, könnte auch eine Veranstaltungsbegleitung verabredet werden (Einführung, Erläuterungen, Ideen zur eigenständigen Recherche …).
  • "Nachmacher" sind ausdrücklich erwünscht und können in Konzept und Realisierung beraten (ggf. auch begleitet) werden.

 

Ich lade Sie ein, das Thema auch in Ihrer Gemeinde, Schule oder Ihrem Arbeitsbereich öffentlich zu machen und als Gesprächsaufhänger für eine verantwortungsbewusste geschichtliche Erinnerungsarbeit zu nutzen!

Pfarrer Dierk Glitzenhirn

 

 

Freitag, den 28.06.2019, 12:00 Uhr

"Erinnerungen an die Kindertransportkinder"

Noch bis zum 28. Juni, 12.00 Uhr ist in der offenen Stadtkirche Treysa die Ausstellung "Erinnerungen an die Kindertransportkinder" tagsüber bis zum Beginn der Schulferien zu sehen.

Ein bewegendes Projekt zusammen mit den Schulen (Melanchthon-Schule Steinatal, Schwalmgymnasium Treysa und Steinwaldschule Neukirchen), einschließlich der Verlegung von Stolpersteinen, kommt zum Abschluss. Vielen Dank an alle Mitwirkenden! Nun sind die Materialien in Form einer Wanderausstellung öffentlich zu sehen. In Treysa ist die erste Gelegenheit.

Die Ausstellung kann von öffentlichen Einrichtungen kostenfrei ausgeliehen werden.

Kontakt: forum.schwalm-eder@ekkw.de.

Ort:34613 Schwalmstadt-Treysa