Samstag, den 04.05.2019, 13:00 Uhr

Stolpersteinverlegung

Sehr herzlich laden wir Sie im Namen der Partner zu einer Feierstunde ein, anlässlich der Verlegung der STOLPERSTEINE in Schwalmstadt-Treysa, am Samstag, den 4. Mai 2019, 13.00 Uhr, in der Stadtkirche Treysa.

Wir ehren damit Doris Mathias (ehemals Braugasse 3) und Hans Joachim Spier (ehemals Wagnergasse 22) und ihre ermordeten Angehörigen, die zum Opfer des nationalsozialistischen Antisemitismus und seiner Gräueltaten wurden. Vor achtzig Jahren konnten diese beiden Kinder aus Treysa gerettet werden, indem ihre Familien sie im Rahmen eines einmaligen Hilfsprogramms aus ihrer Heimat wegschickten.

Hilfsbereite Menschen, vornehmlich in England und den Niederlanden nahmen diese sogenannten „Kindertransportkinder“ aus Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen auf und retteten ihnen das Leben. Geschätzt wurden dadurch 12 000 bis 20 000 Kinder vor dem Holocaust bewahrt. Wir sind dankbar dafür und versammeln uns zu ihrem Andenken.

Den Schülerinnen und Schülern des Schwalmgymnasiums und der Melanchthonschule Steinatal, die dem Schicksal von Doris Mathias und Hans Joachim Spier im Rahmen von Projekttagen nachgegangen sind, gebührt unser Dank. Sie haben für uns diese Erinnerung frei gelegt und das Schicksal der Kindertransportkinder dem Vergessen entrissen.

Wir freuen uns, dass der Künstler Gunter Demnig und seine Frau Katja die Fortschreibung der Geschichte des Kunstdenkmals STOLPERSTEINE in unserer Stadt ermöglichen und die Stolpersteine an dem Tag persönlich verlegen.

Wir danken außerdem allen, die diese neuerliche Verlegung von Stolpersteinen in Schwalmstadt auch durch finanzielle Unterstützung möglich gemacht haben.

Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen!

Mit herzlichen Grüßen

Dierk Glitzenhirn und Jürgen Junker

(Evangelisches Forum Schwalm-Eder)

Referentin:

Künstler Gunter Demnig: KunstDenkmal STOLPERSTEINE

Ort: Stadtkirche Treysa, Kirchplatz, 34613 Schwalmstadt-Treysa


 

Die Partner: Evangelisches Forum Schwalm-Eder, Evangelischer Kirchenkreis Ziegenhain, Gedenkstätte und Museum Trutzhain, Konfirmationsstadt Schwalmstadt, Melanchthonschule Steinatal, Schwalmgymnasium Treysa

Dienstag, den 30.04.2019, 17:00 Uhr

Wer war Nicolaus Münch?

Der Vater von Nicolaus Münch (1615-1680) war einer der letzten Mönche des Klosters in Treysa. Von dort aus ging der Sohn Nicolaus in Kassel zur Schule, studierte und war als vielsprachiger Jurist in hochrangigen Diensten. Er gehörte zu den Emissären der schwedischen Krone, die den Westfälischen Frieden aushandelten. Er starb als Oberrat in Kassel und wurde in Treysa beigesetzt. Sein Grabstein steht noch immer in der Stadtkirche Treysa.

Vortrag mit Bildern und anschließender Möglichkeit zur Besichtigung des Grabsteins in der Stadtkirche Treysa

 

 

Referentin:

Renate Wagner (Treysa), Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis

Ort: Franz-von-Roques-Haus, Töpferweg 19, 34613 Schwalmstadt-Treysa
Kosten:

Der Eintritt ist frei.



 

 

Freitag, den 05.04.2019, 21:00 Uhr

Politisches Nachtgebet gegen Populismus

Die AG Toleranz ruft für Freitag, 5. April, ab 21 Uhr in der Stadtkirche Schwalmstadt-Treysa zum politischen Nachtgebet auf. Die Aktion steht unter dem Thema „Stresstest für die Demokratie“, das sich die AG Toleranz zum Jahresthema gegeben hat.

In der AG Toleranz kommen das Evangelische Forum Schwalm-Eder, die Evangelische Kirchengemeinde Franz-von-Roques, der Hephata Allgemeine Studierenden Ausschuss (HAStA), die Diakonische Gemeinschaft Hephata und die Hephata Diakonie zusammen. Die Veranstaltung am 5. April wird zudem von Mitgliedern der Diakonischen Gemeinschaft Hephata in ganz Deutschland unterstützt.

„Wir als Christenmenschen wollen die Welt ins Gebet nehmen, um daraus Klarheit und Mut zum Handeln zu gewinnen“, sagt Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt, Hephata-Vorstand und Vorsteher der Diakonischen Gemeinschaft Hephata. Mit Sorge sei das Erstarken des Populismus weltweit zu beobachten. Der Populismus sei so etwas wie ein Stresstest für die repräsentative Demokratie, vielleicht sogar eine Gefahr. „Menschen sind heute in der Sorge um ihr eigenes Wohlergehen offenbar wieder verstärkt bereit, schlichten Parolen zu folgen. Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus gewinnen an Boden. Solchen Entwicklungen gilt es entschieden entgegen zu treten“, sagt Pfarrer Dierk Glitzenhirn, Leiter und Geschäftsführer des Evangelischen Forums Schwalm-Eder.


Ort: Stadtkirche Treysa, Kirchplatz, 34613 Schwalmstadt-Treysa
Kosten:

Der Eintritt ist frei.

Dienstag, den 26.03.2019, 19:00 Uhr

Digitale Medien in den Schulen – Chancen und Schwierigkeiten

"Bei der Diskussion um die Einführung digitaler Medien in den Schulen geht es um zwei teilweise sehr unterschiedliche Ziele. Zum einen sollen den jungen Menschen die notwendigen Kompetenzen vermittelt werden, damit diese im späteren beruflichen Leben erfolgreich angewendet werden können. (...)

Das andere und noch anspruchsvollere Ziel lautet, in der Schule digitale Medien bei der Vermittlung, Konsolidierung und Verknüpfung schulischen Wissens so einzusetzen, dass der bisher bescheidene langfristige Erfolg der schulischen Ausbildung verbessert wird. Auch könnte hier das selbstverantwortliche Lernen der Schülerinnen und Schüler gesteigert werden.

Hierzu gibt es aber trotz vieler Einzelinitiativen an Schulen bisher kaum übergreifende pädagogische, allgemein- und fachdidaktische Ansätze. Im Vortrag soll auf die genannten Chancen und Schwierigkeiten aus Sicht der Hirnforschung und der Schulpraxis eingegangen werden." (Gerhard Roth)

 

 

Referentin:

Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth (Bremen)

Ort: CJD Oberurff Jugenddorf-Christophorusschule Bergfreiheiter Str. 19 34596 Bad Zwesten fon 0562699840 fax 05626998466 info@christophorusschule-oberurff.de
Kosten:

Eintritt frei.

Samstag, den 23.03.2019, 18:00 Uhr

"Klug wie die Schlangen" - Lesung der Buchautorin Najah Khamasmieh

Beeindruckend“, „das hätte ich nie gedacht“, „die hat so viel durchgemacht“, „ich hab so viel gelernt, was ich noch nicht wusste“, „da kann man echt Mitleid haben“, „ich dachte immer, Syrien wäre ein armes Land in der Wüste“ – so und so ähnlich lauten Reaktionen auf den Vortrag.

Unterstützt mit vielen Fotos aus Syrien – sowohl aus der Zeit vor dem Krieg als auch aktuelle Aufnahmen – erzählt Frau Khamasmie höchst anschaulich von ihrem Leben. Syrien war kein rückständiges und allein vom Islam geprägtes Land, sondenr sie vergleicht ihre Heimat mit westeuropäischen Ländern und macht deutlich, was der Krieg alles zerstört hat und was er für die Menschen und für sie und ihre Familie bedeutet.

Sie berichtet auch von ihrer Flucht 2012 - innerhalb von zwei Stunden musste sie ihr altes Leben in Aleppo zurücklassen und mit ihren vier kleinen Kindern fliehen. Ihr Ehemann blieb zurück, konnte jedoch bald nachkommen. In einer wahren Odyssee über mehrere südamerikanische und europäische Länder gelangte sie mit ihrer Familie schließlich 2014 nach Deutschland.

Ort: Franz-von-Roques-Haus Töpferweg 19 34613 Schwalmstadt-Treysa
Kosten:

Der Eintritt ist frei.

Freitag, den 22.03.2019, 18:30 Uhr

10 Jahre Evangelisches Forum Schwalm-Eder

10 Jahre Evangelisches Forum Schwalm-Eder - Das Konzert. Keine langen Erläuterungen, kein Festakt mit vielen Worten, sondern Musik.

Aeham Ahmad ist ein palästinensisch-syrischer Pianist. Internationale Bekanntheit erlangte er 2014/2015 durch seine öffentlichen Auftritte im Flüchtlingslager Jarmuk – als „Pianist in den Trümmern" – während des Bürgerkriegs in Syrien. Inzwischen lebt Ahmad in Deutschland.

Zum Veranstaltungsort siehe auch:http://www.kulturwoche-wabern.de/bahnhof.htm

 

 

 

Ort: Kulturbahnhof Wabern, 34590 Wabern
Kosten:

Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, den 07.03.2019, 19:00 Uhr

Stresstest für die Demokratie

Referentin:

Olaf Sundermeyer liest aus seinem neuen Buch: "Gauland - Die Rache des alten Mannes".

Lesung und Diskussion, Moderation: Pfarrer Dierk Glitzenhirn.

Ort: Franz-von-Roques-Haus, Töpferweg 19, 34613 Schwalmstadt-Treysa
Kosten:

Der Eintritt ist frei.

Dienstag, den 19.02.2019, 19:00 Uhr

„Lichtverschmutzung als Insektenstaubsauger“

Die Beleuchtung in den Ortschaften nimmt zu, auch auf dem Land. Es gibt üppig beleuchtete Verkehrsflächen  und Licht heißt auch der neue Trend im Privaten (z.B. mit der dekorativen Fassadenbeleuchtung von Einfamilienhäusern). Nachtaktive Tiere reagieren darauf, insbesondere die Insektenwelt.

 

Der Problematik soll durch einen Vortrag zur Gewässerökologie vertieft werden. Denn obwohl Binnengewässer zu weniger als ein Prozent die Erdoberfläche bedecken, gehören sie zu den artenreichsten Lebensräumen unseres Planeten. Aber Flüsse und Seen sind von einem rasanten Rückgang der biologischen Vielfalt betroffen, sie reagieren besonders sensibel auf Klima- und Umweltveränderungen. Damit bilden sie Frühwarnsysteme für den globalen ökologischen Wandel.

 

Vortrag und Diskussion bieten Raum für Nachfragen. Praxisnahe Statements aus verschiedenen Perspektiven sollen sollen individuelle und strukturelle Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

In Kooperation mit der Stadt Homberg, dem Kirchenkreis Fritzlar-Homberg, dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und anderen Kooperationspartnern.

Referentin:

Dr. Sibylle Schroer, Projektkoordinatorin der Arbeitsgruppe Lichtverschmutzung und Ökophysiologie am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), Berlin

Ort: Stadthalle Homberg (Efze) Ziegenhainer Straße 19a 34576 Homberg (Efze)
Kosten:

Eintritt frei.

Mittwoch, den 05.12.2018, 14:00 Uhr

Sara Nussbaum zum 150. Geburtstag

Im Gedenken an den Holocaust ist im nordhessischen Raum besonders die Person Sara Nussbaum von besonderer Bedeutung.

Mit einer Veranstaltung, die am Donnerstag, den 5. Dezember 2018, zwischen ihrem Geburtstag (29.11.1868 in Merzhausen) und dem Todestag (13.12.1956 in Kassel) liegt, wollen die Veranstalter sie würdigen.

 

Als Schwälmer Mädchen vom Land, verheiratet in Kassel wurden sie und ihr Mann schon früh zu Opfern der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Ihrem Ehemann, dem Kasseler Möbelhändler Rudolf Nussbaum, widerfuhren schon im April 1933 brutale Misshandlungen in der Haft, so dass er ein Jahr später daran verstarb.

 

Gleichwohl war sie als Krankenschwester eine Helferin für Viele und überlebte Verfolgung und Krieg, und ging erst mit dem Kriegsende für eine kurze Zeit in die Schweiz. Ohne je entschädigt worden zu sein, kehrte sie nach Kassel zurück, wo sie zur ersten Ehrenbürgerin der Stadt ernannt wurde.

Seit 2015 gibt es in Kassel in der Ludwig-Mond-Str. das „Sara-Nussbaum-Zentrum“ als Zentrum für jüdisches Leben in der Stadt und als Informationsstelle über Antisemitismus (http://sara-nussbaum-zentrum.de/ Foto: Archiv der deutschen Frauenbewegung).

Referentin:

14.00 Uhr - Dorfrundgang zur jüdischen Geschichte Merzhausens (Leitung: Ortsvorsteher Heinrich Keller)

 

16.00 Uhr - Vortrag und Gespräch, Referentin: Elena Padva (Geschäftsführerin Sara-Nussbaum-Zentrum, Kassel)

Ort: Evangelisches Gemeindehaus Merzhausen, Bergstr. 4, 34628 Willingshausen-Merzhausen
Kosten:

Der Eintritt ist frei.

Sonntag, den 25.11.2018, 17:00 Uhr

Abschluss der Ausstellung: „Das Remsfelder Kirchspiel im 1. Weltkrieg“

Auf über 30 Ausstellungswänden und in 2 Vitrinen werden Familiengeschichten und tragische Schicksale aus der Zeit 1. Weltkriegs anhand von Originaldokumenten und Gegenständen präsentiert. Der Respekt vor dem Leid und dem Schicksal der Großvätergeneration war für den Ausstellungsmacher Helmut Koch eine tragende Motivation. Er mahnte bei der Eröffnung zum Frieden, der nur in einem einigen Europa erhalten werden könne.

 

Am 25.11.2018, 18.00 Uhr ist der Abschluss der Ausstellung, die seit dem 11.11.2018 geöffnet ist.

Öffnungszeiten:
Mo., Di., Do., Fr. 9-12 Uhr, Mi. u. Fr. 15-18 Uhr, Sa. u. So. 13-17 Uhr

 

 

Kontakt u. Informationen:
Helmut Koch (05681/71393), Mail: hkoch49@t-online.de ;
Gemeinde Knüllwald: 05681/9957-19

 

Im Bild: v. l. Hans-Heinrich Laabs, Bürgermeister Jürgen Roth, Helmut Koch, Dekanin Sabine Tümmler, Landrat Winfried Becker (Foto: privat)